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Anleitung

Messen des Durchmessers und der Rundheit von Golfbällen mit dem GBMD (Golf Ball Measurement Device)

 

Begriffsbestimmung

1 Edelstahlgehäuse
2 Justierschraube
3 Einstellmutter
4 Kalibrierobjekt
5 Messfläche Ist-Durchmesser
6 Messfläche Ideal-Durchmesser
7 Ausrichtfenster für Markierungslinie
8 Indexierung für 1/4 Umdrehung

Handhabung

Ihr neuer GBMD kann auf vielfältige Weise genutzt werden. Überprüfen sie den vorgeschriebene Mindestdurchmesser eines Golfballes von 42,67 mm (1,680 inches) und vermeiden Sie eine eventuelle Disqualifikation.
Messen Sie den absoluten Durchmesser ihres Golfballes bis zu einer Genauigkeit von ca. 3/100 mm (1/4 Umdrehung der Einstellmutter = 1 shift) und prüfen Sie die Rundheit ihres Golfballes. Vergleichen Sie die Bälle ihrer Wahl schnell und unkompliziert und versehen Sie ihren Ball mit exakten Markierungslinien.

Sicherstellung des Mindestdurchmessers
  1. Schrauben Sie den Aluminiumbehälter in senkrechter Haltung auf
  2. entnehmen Sie den GBMD mit dem Kalibrierobjekt
  3. entnehmen Sie das Kalibrierobjekt 4 und legen Sie es ausschließlich in die Gummiablage des unteren Gehäuseteils
  4. drehen Sie die Einstellmutter 3 bis zum Anschlag nach links unten aus dem Gehäuse
  5. legen Sie ihren Golfball von oben in das Gehäuse in die kugelförmige Messfläche 6
  6. drücken Sie leicht von oben auf den Golfball. Lässt sich dieser leicht im Gehäuse drehen, so ist der Durchmesser des Golfballes kleiner als 42,67 mm und nicht regelkonform

Messung des tatsächlichen Durchmessers
  1. stellen Sie sicher, dass sich die Einstellmutter 3 noch immer in vollständig herausgedrehter Position befindet
  2. legen Sie das Kalibrierobjekt 4 von oben in das Gehäuse 1 des GBMD
  3. halten Sie den GBMD zwischen Daumen und Mittelfinger fest und fixieren sie das Kalibrierobjekt 4, indem Sie mit dem Zeigefinger von oben auf das Kalibrierobjekt drücken
  4. drehen Sie nun die Einstellmutter 3 nach rechts in das Gehäuse hinein bis die Justierschraube 2 an der Unterseite des Kalibrierobjektes anstößt.
  5. Nehmen Sie das Kalibrierobjekt aus dem GMBD heraus und legen es wieder in die Gummihalterung des unteren Aluminiumgehäuses ohne die Position der Einstellmutter zu verändern. Nun ist der GBMD vollständig auf einen im Durchmesser „optimalen“ kleinstmöglichen Durchmesser von 42,67 mm kalibriert
  6. legen Sie nun den zu vermessenden Golfball in das Gehäuse des GBMD und fixieren Sie diesen von oben wie schon zuvor das Kalibrierobjekt, indem Sie wieder mit dem  Zeigefinger von oben auf den Ball drücken
  7. drehen Sie nun die Einstellmutter 3 nach rechts jeweils um eine viertel Umdrehung in das Gehäuse hinein, solange bis die Justierschraube an der Unterseite das Balles anstößt und dann solange weiter, bis sich der eingelegte Golfball zumindest in einer Richtung im Gehäuse bewegen lässt.
  8. Merken Sie sich dabei die Anzahl der viertel Umdrehungen, die Sie während dieses Vorganges getätigt haben und entnehmen Sie die Durchmesserabweichung der nachfolgenden Tabelle. Der Bereich T1 (bis zu 4/4 Umdrehungen) beschreibt eine Abweichung des Durchmessers von max. 5/100 mm und sollte für jeden Spieler akzeptabel sein. Somit hätte ihr Golfball in dem Fall von 4/4 Umdrehungen einen tatsächlichen Durchmesser von: 42,67 mm + 0,05 mm = 42,72 mm (zulässiger Mindestdurchmesser + gemessene Abweichung = absoluter Durchmesser) Sie können sie die für sie persönlich akzeptable Toleranz im Durchmesser frei für sich wählen. Je besser Ihr Handicap, desto näher sollte sich die von Ihnen gewählte Toleranz am Bereich T1 befinden.

      Faustregel:


  1. 0-4 viertel Umdrehungen: sehr guter Golfball (Pro und Scratch Golfer)

  2. 5-6 viertel Umdrehungen: mittelmäßiger Golfball (Hobbygolfer)

  3. 7 und mehr viertel Umdrehungen: unterdurchschnittlicher Golfball (Driving Range Bälle)

*Die angegebenen Werte sind empfohlen und für jeden Anwender individuell. Selbst mit einem gemäß Tabelle mittlemäßigem Ball kann der Durchschnittsgolfer durchaus eine Privatrunde durchführen, da im allgemeinen die durchschnittliche Abweichung durch Schwung- oder Ausrichtfehler bei weniger geübten Golfern größer ist, als die Flugbahnabweichung oder Differenzen der Flugweite bedingt durch die Fertigungstoleranzen eines Golfballes.

 

Messung der Rundheit

Sie haben im Schritt vorher den Durchmesser festgestellt, indem Sie die Einstellmutter solange jeweils um 1/4 Umdrehung gedreht haben, solange bis sich der Golfball im Gehäuse bewegen lies. Die akzeptable Rundheit stellen Sie fest, indem Sie die Einstellmutter um eine weitere viertel Umdrehung nach rechts drehen (Toleranz T2) und prüfen, ob sich der Golfball nun gleichmäßig in alle Richtungen drehen lässt. Ist das der Fall, so beträgt die Abweichung der Rundheit maximal 3/100. Dieser Wert wird derzeit von fast allen guten Markengolfbällen erreicht. Sollte sich der Ball noch nicht drehen lassen, wird ein Pro diesen Ball eher nicht in einem Turnier verwenden wollen. Für die Verwendung im privaten Bereich drehen Sie die Einstellschraube um eine weitere viertel Umdrehung. Nun sollte sich der Ball in alle Richtungen leicht drehen lassen. Größere Abweichungen in der Rundheit sollten nicht akzeptiert werden. Dies kann zu beträchtlichen Abweichungen der Schlagrichtung oder der Spinnrate führen und ungewollten Slice oder Hook begünstigen.

Vergleichende Messung des Durchmessers und der Rundheit

Durch die vorangegangenen Messungen haben Sie Durchmesser und Rundheit ihrer Golfbälle festgestellt und sich eventuell für eine bestimmte Marke oder Preisklasse entschieden. Dennoch können auch innerhalb einer Marke inakzeptable Fertigungstoleranzen auftreten. Diese sind für den durchschnittlichen Hobbygolfer eher nicht relevant. Ein Scratch-Golfer und insbesondere jeder Pro wird jedoch auch hier diejenigen Golfbälle aussortieren, die inakzeptable Toleranzen aufweisen. Sie vergleichen die Bälle ihrer Wahl, indem Sie zunächst die Messung wie oben beschrieben durchführen. Der so gemessene Ball lässt sich somit gleichmäßig leicht in alle Richtungen drehen. Nun legen Sie einen Ball nach dem anderen in das Gehäuse und stellen fest, ob sich jeder Ball gleich leicht drehen lässt, ohne die Position der Einstellmutter zu verändern. Lässt sich ein Ball gleich leicht in alle Richtungen drehen, so ist er in Durchmesser und Rundheit mindestens genauso gut wie der ursprünglich vermessene Ball. Sollte die Drehung in nur einer Richtung Widerstand aufweisen, so ist die Rundheit nicht gewährleistet. Sollte die Drehung gar in mehreren Richtungen Widerstand aufweisen, so ist entweder die Rundheit oder auch der Durchmesser insgesamt nicht gewährleistet. Auch hier können Sie wie vorher beschrieben unter Einsatz des Kalibrierobjektes die absoluten Werte ermitteln.

Markierung des Golfballes

Die meisten Golfer legen Wert auf eine gerade Markierungslinie auf dem Ball. Diese ist hilfreich bei der Positionierung des Balles am Abschlag. Manche Golfer nutzen die Markierungslinie auch, um diese in die Put-Richtung auf dem Grün auszurichten. Die Markierungslinie sollte sich exakt mittig auf dem Ball befinden. Ihr GBMD ist so konstruiert, dass sich die Ballmitte eines eingelegten Balles exakt dann in der Höhe des oberen Randes des Gehäuses befindet, wenn Sie die Einstellmutter vollständig nach innen in das Gehäuse drehen. In dieser Position können Sie einen in der Stiftstärke beliebig dicken Marker benutzen, um ihren Ball mittig zu markieren. Wir empfehlen einen wasserfesten 0,5 mm dicken Stift. Das Ausrichtfenster 7 erleichtert die Positionierung des Balles um 90 Grad zu einem eventuell bereits vorhandenen Schriftzug oder um 90 Grad zu einer zuvor aufgebrachten Linie. Das Markierungsfenster kann jedoch ebenfalls direkt zum Aufbringen einer kleinen Markierungslinie genutzt werden, wenn Sie einen Stift mit einer Breite kleiner oder gleich 0,5 mm verwenden.

 

Pflege

Ihr GBMD wird in einem Aluminiumgehäuse geliefert. Dieser und auch das Kalibrierobjekt sind aus rostfreiem Edelstahl hergestellt. Bitte vermeiden Sie Beschädigungen sowohl an der Innenseite des Gehäuses als auch am Kalibrierobjekt. Legen sie das Kalibrierobjekt immer in die Gummiablage des unteren Gehäuseteils des Aluminiumgehäuses, wenn Sie dieses aus dem Gehäuse des GBMD herausnehmen. Beschädigungen oder selbst kleinere Kratzer an der Halbkugel des Kalibrierobjektes oder an den Messflächen 5 und 6 des GBMD führen zur Unbrauchbarkeit des Messinstrumentes. Der GBMD kann in ihrem Equipment mitgeführt werden, sollte aber bei Nichtgebrauch immer fest im Aluminiumgehäuse eingeschraubt sein. Verschließen Sie das Aluminiumgehäuse zur sicheren Befestigung des GBMD bitte stets in senkrechtem Zustand und immer mit eingelegtem Kalibrierobjekt. Nur so ist die sichere Fixierung des Messinstrumentes im Aluminiumgehäuse gewährleistet.
Der GMBD ist weitestgehend unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Dennoch sollte es nach einem Regeneinsatz mit einem weichen Tuch gereinigt und getrocknet werden.

Gewährleistung

Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch gewähren wir ihnen die gesetzmäßige Garantie. Beschädigungen der Messflächen an Gehäuse oder Kalibrierobjekt fallen nicht unter die Gewährleistung.